Schulungsanspruch

JAV: Jugend- und Auszubildendenvertretung

Jedes Mitglied der Jugend- und Auszubildendenvertretung hat einen gesetzlich verankerten Schulungsanspruch. Nach § 37 Abs. 6 BetrVG i. V. m. § 65 Abs. 1 BetrVG müssen auch JAV Mitglieder Schulungen besuchen, die für ihr Amt erforderlich sind. 

„Erfoderlich“ bedeutet, dass das JAV Mitglied das Wissen, das in der Schulung vermittelt wird, noch nicht haben darf und, dass es dieses Wissen für seine Arbeit in der JAV braucht. Die Grundlagenseminare der JAV sind für jedes JAV Mitglied erforderlich, sodass ihr euch hier um diesen Punkt keine Sorgen machen müsst.

 

Wichtig ist, dass die JAV keine Beschlüsse fassen kann, die unmittelbar dem Arbeitgeber gegenüber wirksam sind. Das bedeutet, dass es der Betriebsrat die Teilnahme der JAV Mitglieder an einem Seminar beschließen muss. Er setzt den Punkt auf seine Tagesordnung und stimmt in der Betriebsratssitzung darüber ab. Bei dem Beschluss darf die JAV  mitbestimmen (§ 67 Abs. 2 BetrVG).

Praxistipps:

Freistellung

Während der Schulungen werdet ihr von der Arbeit freigestellt.

 

Kostenübernahme

Die Kosten, die für die Teilnahme an erforderlichen Schulungen entstehen, werden gemäß § 40 in Verbindung mit § 65 Abs. 1 BetrVG vom Arbeitgeber getragen. Dies umfasst insbesondere die Fortzahlung der Ausbildungsvergütung oder des Arbeitslohns während der Schulungsdauer. Zusätzlich übernimmt der Arbeitgeber grundsätzlich alle weiteren Kosten, die im Zusammenhang mit der Schulung stehen, wie Seminargebühren, Verpflegung, Unterkunft und Reisekosten. Es entstehen für euch keine privaten Auslagen oder Kosten.

 

Habt ihr Fragen zum Schulungsanspruch als JAV oder Schwierigkeiten Schulungen bewilligt zu bekommen? Gerne beraten wir euch kostenlos!

Ich bin für euch da!

Felicitas Lindberg

Felicitas Lindberg

Von Montag bis Freitag 09:00 – 17:00 Uhr

040  81 96 04 19
Felicitas.Lindberg@hanse-betriebsratsseminare.de

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